U19 (A1) Meisterschaftsspiel: TSG – Paderborn 2:5 (0:3)

Das Ergebnis sieht nicht gut aus, doch auf die Frage, wie es lief, klingt Patrick Rohde ganz zufrieden: „Das war eine ordentliche Leistung von meiner Mannschaft, ich kann daraus auf jeden Fall das Positive mitnehmen“, wirkte der Sprockhöveler A-Jugend-Trainer gar nicht so, als ob seine Mannschaft gerade eine 2:5-Pleite kassiert hatte.

Dabei hatten sich die Blauen gegen die Paderborner, die in dieser Saison erst drei Punkte abgegeben hatten, richtig etwas ausgerechnet, wollten die Meisterschaft im letzten Hinrundenspiel richtig spannend machen. „Und so sind wir auch ins Spiel gegangen“, schildert Rohde, „wir wollten dem Gegner unser Spiel aufdrücken.“

Der Plan ging auf – allerdings nur sieben Minuten lang. Kaum waren die Paderborner einmal vorne, stand es schon 0:1, TSG-Torwart Noah Bogun sah ganz unglücklich aus. „Letzte Woche hat er uns mit einer Riesenleistung gerettet, in so einem Spitzenspiel wird der erste Fehler bestraft, so ist das“, nahm Rohde es seinem Torwart aber nicht übel. Vier Minuten später profitierte Paderborn vom nächsten individuellen Fehler, 0:2. „Auch den legen wir selber vor“, ärgerte sich Rohde, rückte aber auch die Verhältnisse gerade: „Die Paderborner haben eine Bundesliga-Mannschaft mit neun Vertragsspielern – die verdienen jeweils mindestens 250 Euro.“ Kein Maßstab also für die TSG. Rohde: „Paderborn war auch ohne Frage besser. Die haben sehr einfachen, sauberen und guten Fußball gespielt.“

Und gegen diese Mannschaft verkaufte sich die TSG nicht übel, auch als es später 0:3, 0:4 und 1:5 stand. Noah Karthaus (1:4, 48.) und Luca Hauswerth per Strafstoß (2:5, 84.) gestalteten das Ergebnis einigermaßen erträglich.

„Auch als das Spiel entschieden war, hat sich keiner aufgegeben oder hängenlassen“, hatte Rohde trotzdem nur Lob für seine Mannschaft. „Es gab auch keine dummen Fouls. Das ist in der Entwicklung vielleicht mehr wert, als glücklich 1:0 zu gewinnen.“

In der Tabelle ist es leider nichts wert – da liegt Paderborn auf Platz eins nach Abschluss der Hinrunde zehn Punkte vor. „Die 20 Punkte sind auf jeden Fall in Ordnung“, ist Rohde mit der Ausbeute zufrieden – am Sonntag sollen beim Vorletzten in Rheine wieder drei dazukommen.

Philipp Ziser

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